„Zweitzeuge“: Besuch des früheren Wohnhauses
und Warburg-Institut, , Hamburg, Mittelweg

Hamburg, 26.08. – 28.08.2025

 In der Armgartstr. 14, Hamburg-Uhlenhorst, befindet sich heute das Hotel Miramar.

 

Im Nachbarhaus, Nr. 22, wohnten seit 1934 Max, Paula die Eltern und ihre Schwester Annelise. Das Gebäude ist eingegliedert in die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (Design). Vor dem Eingangsportal sind zwei „Stolpersteine“ eingelassen.

Zwei Studentinnen verließen das Gebäude, eine iranische Designstudentin, 1 Dresdner Physikstudentin. Ich wollte von ihnen wissen, ob sie die Bedeutung der messingglänzenden Steine kennen. Wie verwundert sie meinen Erklärungen folgten: sie waren ahnungslos. „…Man geht da ja so einfach dran vorbei..“ Fruchtbares „Stolpern“. 

Am anderen Morgen hatte ich Glück, Frau Dr. Eva Landmann öffnete mir die Haustüre zum Warburg-Haus. Ich kannte es bisher nur aus Abbildungen und vielen Erzählungen. Die Sonne beschien sie und mich in dem großen eleganten Raum. Wir saßen vor dem Hohen Rednerpult, die Ellipse in der Decke grüßte die Fensterschatten auf dem Boden… .1926 wurde dieses Bibliothekgebäude Heilwigstraße 116 bezogen, emigrierte im Dezember 1933 (auf zwei Schiffen)nach London. Heute ist das Hamburger Warburg-Haus Teil der Aby-Warburg-Stiftung in enger Kooperation mit der Universität Hamburg.